| EXKURSION NACH LINZ, MAUTHAUSEN & HARTHEIM / 7B / 11. und 12. Mai 2010 |
| Begleitlehrerinnen:
Mag. Zahradnik (Geschichte) und Mag. Lausegger (Bildnerische Erziehung) Besuch des Ars
Electronica Center mit Führung Der AUDIOWEG GUSEN ist ein Kunstprojekt über den Umgang mit Erinnerung und das Leben auf dem Areal der ehemaligen Konzentrationslager Gusen I und II (Oberösterreich), eine akustische Auseinandersetzung mit den gegensätzlichen Identitäten dieses Orts, mit dem Vergessen – und mit dem eigenen Selbst. Obwohl das KZ Gusen in seiner Bedeutung mit Lagern wie Buchenwald und Mauthausen vergleichbar ist, wurde es im öffentlichen Bewusstsein weitgehend ausgeblendet. Vermutlich ist Gusen der einzige NS-Konzentrationslagerkomplex dieser Dimension, dessen Areal nicht als öffentliche Gedenkstätte gewidmet wurde. Das Gelände und die baulichen Überreste werden heute von Unternehmen oder Privatpersonen genutzt. Wer den AUDIOWEG GUSEN geht, wird mittels Kopfhörer durch eine beschauliche Wohn- und Erholungslandschaft geführt, die nichts von ihrer furchtbaren Vergangenheit erahnen lässt. Die ca. 90-minütige Audiocollage aus Klängen und Stimmen schafft einen virtuellen Raum im Kopf der Gehenden, in dem die Diskrepanz von Gesehenem und Gehörtem spürbar wird. Sie ruft die Realität der Konzentrationslager, aber auch ihre problematische und bis heute wirksame Nachgeschichte in Erinnerung. Man hört, was nicht mehr zu sehen ist. Man sieht, was gegenwärtig ist. Menschen erzählen, was sonst unausgesprochen bleibt. Lern- und Gedenkort Schloß Hartheim 1940 wurde das
Schloss Hartheim zu einer Tötungsanstalt
im Rahmen des NS-Euthanasieprogramms umgebaut. Zwischen 1940 und
1944 wurden
in Schloss Hartheim nahezu 30.000 Menschen, die von den Nationalsozialisten
als „lebensunwert“ klassifiziert worden waren, in der
Gaskammer ermordet; die Toten verbrannte man.
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