EXKURSION NACH LINZ, MAUTHAUSEN & HARTHEIM / 7B / 11. und 12. Mai 2010

Begleitlehrerinnen: Mag. Zahradnik (Geschichte) und Mag. Lausegger (Bildnerische Erziehung)

DIENSTAG 11. Mai

Besuch des LENTOS Kunstmuseums mit Führung in der Ausstellung
YOU NEVER KNOW WHAT WILL HAPPEN NEXT... Die Sammlung 1900-2010

Besuch des Ars Electronica Center mit Führung
Die weltweit einmalige Plattform für digitale Kunst und Medienkultur, ein Präsentationsort für Projekte an der Schnittstelle von Medienkunst, Technologie, Design und Wissenschaft.
Unter anderem bekamen wir Einblicke in die Welt im Jahr 2050 und das Leben des homo urbanicus. Wir sahen spannende Projekte an der Schnittstelle von Technologie und Gesellschaft, die den Computer als Werkzeug, Medium und Inhalt gleichermaßen begreifen, die künstlerische Vision mit hohem technischen Knowhow verbinden und wichtige Impulse für die Gestaltung unserer modernen Mediengesellschaft liefern.
In den Laboren BrainLab, BioLab, RoboLab und FabLab. Probierten und interagierten wir in den Denk- und Bildwelten der modernen Life Sciences, der Wissenschaften vom Leben.


MITTWOCH 12. Mai

Gusen Memorial Das unsichtbare Lager

Der AUDIOWEG GUSEN ist ein Kunstprojekt über den Umgang mit Erinnerung und das Leben auf dem Areal der ehemaligen Konzentrationslager Gusen I und II (Oberösterreich), eine akustische Auseinandersetzung mit den gegensätzlichen Identitäten dieses Orts, mit dem Vergessen – und mit dem eigenen Selbst.

Obwohl das KZ Gusen in seiner Bedeutung mit Lagern wie Buchenwald und Mauthausen vergleichbar ist, wurde es im öffentlichen Bewusstsein weitgehend ausgeblendet. Vermutlich ist Gusen der einzige NS-Konzentrationslagerkomplex dieser Dimension, dessen Areal nicht als öffentliche Gedenkstätte gewidmet wurde. Das Gelände und die baulichen Überreste werden heute von Unternehmen oder Privatpersonen genutzt.

Wer den AUDIOWEG GUSEN geht, wird mittels Kopfhörer durch eine beschauliche Wohn- und Erholungslandschaft geführt, die nichts von ihrer furchtbaren Vergangenheit erahnen lässt. Die ca. 90-minütige Audiocollage aus Klängen und Stimmen schafft einen virtuellen Raum im Kopf der Gehenden, in dem die Diskrepanz von Gesehenem und Gehörtem spürbar wird. Sie ruft die Realität der Konzentrationslager, aber auch ihre problematische und bis heute wirksame Nachgeschichte in Erinnerung.

Man hört, was nicht mehr zu sehen ist. Man sieht, was gegenwärtig ist. Menschen erzählen, was sonst unausgesprochen bleibt.

Lern- und Gedenkort Schloß Hartheim

1940 wurde das Schloss Hartheim zu einer Tötungsanstalt im Rahmen des NS-Euthanasieprogramms umgebaut. Zwischen 1940 und 1944 wurden in Schloss Hartheim nahezu 30.000 Menschen, die von den Nationalsozialisten als „lebensunwert“ klassifiziert worden waren, in der Gaskammer ermordet; die Toten verbrannte man.
1944/45 wurden die Einrichtungen der Tötungsanstalt abgebaut und die Spuren des Geschehens zu beseitigen versucht.
Wir besuchten den Gedenkort und die ehemaligen Räume der NS-Euthanasie im Nord- und Ostflügel des Erdgeschosses von Schloss Hartheim sowie die Ausstellung „Wert des Lebens“ eine Entwicklungsgeschichte der Situation behinderter Menschen vom Beginn der Moderne bis zur Gegenwart.

 

     
LINZ
         
 

 


 


[Linz]
[mehr Fotos]