7 D Exkursion aus GSK/PB, 18. Juni 2014 nach GUSEN und MAUTHAUSEN

Die Schülerinnen und Schüler begaben sich zuerst nach einer kurzen und sehr engagierten Einleitung durch Frau Martha Gammer auf den 90-minütigen "Audioweg Gusen":

Das unsichtbare Lager

Der AUDIOWEG GUSEN ist kein historisch-wissenschaftliches Unterfangen und auch kein „Mahnmal“ im herkömmlichen Sinne. Als Kunstprojekt gibt er Raum für die Erfahrung radikaler „Unstimmigkeit“, die Auseinandersetzung mit den gegensätzlichen Identitäten dieses Orts, mit dem Vergessen – und mit dem eigenen Selbst.

Wer den AUDIOWEG GUSEN geht, wird mittels Kopfhörer durch eine beschauliche Wohn- und Erholungslandschaft geführt, die nichts von ihrer furchtbaren Vergangenheit erahnen lässt. Die ca. 90-minütige Audiocollage aus Klängen und Stimmen schafft einen virtuellen Raum im Kopf der Gehenden, in dem die Diskrepanz von Gesehenem und Gehörtem spürbar wird. Sie ruft die Realität der Konzentrationslager, aber auch ihre problematische und bis heute wirksame Nachgeschichte in Erinnerung. Ohne Stationen, Markierungen oder Pläne, nur mit einem i-Pod ausgerüstet, wird man präzise durch Wohnsiedlungen bis hin zu einem unterirdischen Flugzeugwerk geführt. Man hört Originaltonaufnahmen mit persönlichen Erinnerungen von Überlebenden der Lager, ZeitzeugInnen aus der regionalen Bevölkerung sowie die Ansichten der heutigen BewohnerInnen Gusens. Zu Wort kommen auch Wehrmachtssoldaten und ehemalige SS-Angehörige. Man hört, was nicht mehr zu sehen ist. Man sieht, was gegenwärtig ist. Menschen erzählen, was sonst unausgesprochen bleibt.
(zitiert nach <audioweg.gusen.org>)

Am Nachmittag hatten wir eine Führung durch das Konzentrationslager Mauthausen.
Wie aus den Rückmeldungen der SchülerInnen zu ersehen war, waren alle sehr beeindruckt, besonders vom Audioweg - "Man hat Leute gehört und nicht nur irgend welche unvorstellbare Fakten." (Zitat Feedback K. Kugel).

Dr. Christine Hisch



     
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