Lesung Peter Henisch

Am 11. Februar 2014 hatte das borg3 wieder die Ehre, einen der „ganz Großen“ begrüßen zu dürfen: Der Schriftsteller und mehrfache Literaturpreisträger Peter Henisch besuchte unsere Schule, um unter anderem aus seinem 2013 erschienen Buch „Mortimer & Miss Molly“ zu lesen – und natürlich geduldig die Fragen der neugierigen Schüler zu beantworten.

Nachdem er uns wissen lässt, dass er gerne die Realität mit der Fiktion vermischt, werden die Fragen von Seiten des Publikums hartnäckiger:
Ob er schon als Kind Schriftsteller werden wollte? Ja, obwohl er auch eine Leidenschaft für Fußball hatte und unter anderem in „Pepi Prohaska“ und „Schwarzer Peter“ seine Jugend mit Fußballgeschichten verarbeitet.
Was ihn dazu bewogen hat, trotz seiner angefangenen Studien das Schreiben zum Beruf zu machen? Der Wunsch aufzuschreiben, was er erlebt und ihn bewegt; etwas vom Leben schriftlich festzuhalten.
Warum man immer wieder Italien in seinen Büchern wiederfindet? Das südliche Ambiente habe es ihm angetan, und das schon seit langer Zeit.
Ob er eines seiner Werke als „Lieblingsbuch“ bezeichnen würde? Jein, das lässt sich mit den eigenen Kindern vergleichen: zum jüngsten hat der Schriftsteller immer einen ganz eigenen besonderen Bezug.
Ob er jeden Tag schreibt? Ja, wenn er sich mitten in einem Roman befindet, sogar bis zu acht Stunden.
Ob er auch Kontakt zu anderen Schriftstellern hat? H.C. Artmann und Thomas Bernhard zählten früher zu seinem Freundeskreis, allerdings trifft man Gleichgesinnte ohnehin auf diversen Buchmessen.
Welches Buch er auf die berühmte „einsame Insel“ mitnehmen würde? Die Überraschung: Winnie the Pooh. Aber nur das Original!

Die Tatsache, dass er auch einmal mit Heinrich Heine und Peter Handke „verwechselt“ wurde, lockert die ohnehin schon lockere Atmosphäre noch mehr auf. Dass er schon mit 16 Jahren erste Autorenerfahrung mit Kurzgeschichten und Gedichten gesammelt hat, lässt uns Schüler etwas ehrfürchtig werden. Dass der Weg zum „richtigen“ Schriftsteller danach dennoch ein sehr langer war, der auch über manche Gelegenheitsjobs führte, macht Peter Henisch wieder zu dem, der er ist: zwar ein namhafter österreichischer Schriftsteller, der aber trotzdem nicht die Bodenhaftung verloren hat.

Belinda W., Nezar O., 8D

 

 

     
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