Autorengespräch mit Fabian Burstein – Autor
des Romans „Statusmeldung“23. April, 10:15, Schauplatz:
Bibliothek des borg3 in der Landstraßer Hauptstraße
70. Geschätzte 35 Augenpaare, gehörend zu den Schülern
der 6D, die den Roman als Klassenlektüre mehrere Monate intensiv
behandelt hatten, einigen Wahlpflichtfach Deutsch-Schülern
und Professoren, richten sich auf den Mann, der soeben bei der
Tür hereinkommt: den Autor von „Statusmeldung“ ,
Fabian Burstein.
Neben ihm kommt seine Hündin Leyla zur Tür hereingewuselt
und zieht sofort die Aufmerksamkeit ungeteilt auf sich – warum
Burstein eine der Protagonistinnen in seinem Buch nach seinem Haustier
benannt hat, bleibt ein Rätsel.
Anfangs wirkt er noch aufgeregt, ohne distanziert zu sein. Obwohl
er ein breites Publikum schon lange gewohnt sein sollte, ist es
für ihn das erste Mal, dass er vor einer Klasse über
sein Werk spricht, die es genauestens unter die Lupe genommen hat.
Nach einer herzlichen Begrüßung wird gleich mit einer
Lesung von Bursteins Lieblingsstelle „Tristesse“ begonnen.
Es folgen mehrere Fragen, wer zum Beispiel seine beabsichtigte
Zielgruppe oder was seine Message ist.
Bursteins Motivationsquelle, ausgerechnet einen Roman über
das Social-Network Facebook zu schreiben, war die Tatsache, dass
er lange nicht „online“ war. Zwei Tage nach seiner
Anmeldung waren schon 50 Freundschaftsanfragen in seinen Posteingang
gekommen und die Statusmeldungen häuften sich – das
Medium bot einen neuartigen Ort des Geschehens für ein Buch,
außerdem war die Internet-Ebene noch recht unverbraucht.
Mit Stolz ließ er sein Plenum wissen, dass „Statusmeldung“ nach
seiner Veröffentlichung auf Platz 8 der Besteller-Liste stand.
Auf die Frage, ob er oft mit dem Autor Daniel Glattauer verglichen
wird, der einen E-Mail-Roman verfasste, antwortete er mit einem
eindeutigen Ja, obwohl ihm nach eigenen Angaben die „abgründige
Tiefe“ dafür fehle.
Nach zwei Stunden „Interview“ mit Filmteam und Foto-Team
des borg3, endet die Autorenlesung. Viele nutzten noch die Möglichkeit,
das eigene Buch von seinem Schöpfer persönlich signieren
zu lassen.
Burstein machte insgesamt einen absolut freundlichen, zuvorkommenden
und offenen Eindruck, genau anders als seine Hauptfigur Julian
Kippendorf.
Womit sich die Frage, ob Julian etwas mit seiner eigenen Persönlichkeit
zu tun hat, von selbst beantwortet hätte.
Belinda Walli, 6D
http://www.fabianburstein.com
http://www.statusmeldung.at/


