Gendersensible
Berufsorientierung für Schüler - Der Boys
Day als Chance für die Buben zu einer beruflichen Horizonterweiterung
in einem immer flexibler werdenden Arbeitsmarkt: Verharren in Rollenklischees
und traditionellen Berufsbildern hindert Burschen oft daran, ihre
Möglichkeiten und Talente in Hinblick auf die Berufswahl richtig
einzusetzen und auszuschöpfen.
Die neun Burschen aus der 5 D – Thomas, Florian, Julian, Felix,
Matthias, Johannes, Benjamin, Philipp, Emil - besuchten am 10. November
2011 die Caritas Socialis in der Oberzellergasse 1 im dritten Bezirk.
Julian: Wir bekamen am Aktionstag die Möglichkeit geboten, Berufe
kennen zu lernen, die einige von uns gar nicht gekannt haben. Wir
waren bei der Caritas Socialis und sprachen mit dem Pflegehelfer
Herrn Tomanek über seinen beruflichen Alltag und seine Erfahrungen.
Philipp: Wir haben erfahren, dass heutzutage nur wenige Burschen
Krankenpfleger, Volksschullehrer oder Sozialarbeiter werden wollen.
In diesen Berufen gibt es aber besonders für junge, engagierte
Männer gute Jobchancen. Die Berufsgruppe Soziales und Erziehung
ist mit 70,9 % ein klar weiblich dominierter Bereich.
Florian: Interessant war, dass viele ältere Leute nur tagsüber
in die sogenannten Tageszentren kommen, (Multiple Sklerose-Tageszentren;
Alzheimer-Tageszentrum) und hier den Tag verbringen, aber es gibt
natürlich auch für Schwerstkranke Pflege rund um die Uhr
und ein Hospiz (stationäre Pflegeeinrichtung, Sterbebegleitung)
- durch den angeschlossenen Kindergarten und Hort kommen die älteren
Patienten auch immer wieder mit Kindern in Berührung. Als wir
da waren, kamen die Kinder mit ihren Martini-Laternen und haben Gedichte
vorgetragen.
Thomas: Es besteht auch bei der Caritas Socialis die Möglichkeit
im Rahmen des Zivildienstes in einem Pflegeberuf „zu schnuppern“,
danach weiß man sicher, ob diese Beschäftigung auch als
Beruf interessant wäre.