7a beim Wirtschaftsspiel der AK

Lehrer, die Schüler für Wirtschaft begeistern wollen, stehen meist vor dem Problem des schülerischen Desinteresses. Um dem entgegen zu wirken gibt es eine Reihe von Vorschlägen, wie man das Lernen dieses, von den Schülern häufig als langweilig geächteten, Faches aufregender gestalten kann. Eine Möglichkeit, die sich auch in anderen Gegenständen bewährt hat, ist die des spielerischen Lernens. Zu diesem wird das Planspiel der Arbeiterkammer gerechnet, welches unsere Klasse am 19. Februar besuchte. Hierbei hatten die Spieler die Möglichkeit in die Rollen von Unternehmern, Arbeitnehmern und Regierungsmitgliedern in einem fiktiven Staat zu schlüpfen. Am Beginn wurden einem noch einmal die grundlegenden Prinzipien der Volkswirtschaft von Gruppenleitern nahe gebracht. Dann begann die Aufteilung der Schüler in Gruppen von zwei Personen. Eine dieser Gruppen übernahm die Regierungsgeschäfte, während die anderen in Unternehmen arbeiteten. Dieser Dualismus ist insofern von Bedeutung, als je einer der Gruppe die Arbeitgeber repräsentiert, der andere die Arbeitnehmer. Bevor das Spiel begann wurden einem die Spielregeln erklärt. (Hier sollte man gut aufpassen!) Es dauerte nicht lange, bis die ersten Probleme auftraten: Die Regierung bangte um ihre Beliebtheit, die Unternehmen wollten mehr Geld, Arbeitgeber und Arbeitnehmer stritten sich um das größere Stück vom Kuchen, Steuern waren unbeliebt, die daraus finanzierten Leistungen begehrt, Naturschutz durfte auch nicht fehlen und überhaupt wollten alle Wohlstand, oder anders gesagt, eine starke Wirtschaft. Trotz dieser Mühen, die man im Spiel hatte, waren die Rückmeldungen allgemein positiv und den meisten Schülern wurde die Funktionsweise der Volkswirtschaft näher gebracht. Ein von vielen geteilter Kritikpunkt war die Länge - oder in diesem Fall die Kürze - des Spiels. Man hatte das Gefühl, als würde man genau zu dem Zeitpunkt aus dem Spiel gerissen, zu dem man es endlich zu verstehen begann. Trotz dieses Tadels hoffen alle Schüler unserer Klasse auf einen baldigen neuen Besuch in der Arbeiterkammer.

 

 

 

 






     
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