| Ötscherwanderung 2010 |
Dienstagmorgen
9:00 Uhr am Westbahnhof Wien. Die Schüler und
Lehrer treffen ein. Einige sind schon länger hier. Da es sich
um unseren ersten Reisezug um einen internationalen RailJet handelt,
konnte der leitende Professor (Prof. Gätz) leider nicht vorreservieren.
Also machten wir das auf die altbekannte Rucksack-Art. Man stelle
einfach seinen Rucksack auf den Sitzen ab, damit sich niemand hinsetzt. Beim Aufstieg
auf den Berg knallte die Sonne auf die Wanderer und brachte sie
zum Schwitzen. Allerdings kam die
Gruppe schon bald in
den schattigen Wald, wo es neben nasser Erde, umgeknickten Baumstämmen
und steilen Wegen auch Frösche gab. Nach etwa einer Stunde Wanderung
gab es auch schon die ersten Verletzten zu beklagen. Einige hatten
Schürfwunden, andere Kratzer oder blaue Flecken. Dann verlief
sich die Gruppe auch noch kurz im Wald. Allerdings wurde das Rätsel
um die rot-weiß-roten und weit-rot-weißen Markierungen
bald gelöst. Die Farbkombination ist entscheidend, nicht die
Reihenfolge! Gefühlte drei Stunden, reelle eine Stunde später
wurde eine Schipiste gekreuzt. Im Sommer allerdings vorwiegend Schotterpiste.
Diese galt es noch zu bezwingen und das Ötscherhaus wartete.
Mit Polkamusik wurde die erste Gruppe begrüßt und die
ersten Verletzungen versorgt sowie der Hunger gestillt. 8:10 – Der frühe Vogel fängt den Wurm! Weckruf der Professoren, die selbst sicher auch noch schlaftrunken waren. Das Tagesprogramm würde fordernd werden also musste ein ordentliches Frühstück und große Wasservorräte her. Zumindest ersteres kam auch, denn die Flaschen neigten sich dem Ende zu, allerdings konnte immer wieder nachgefüllt werden. In den Ötscherbächen, wo kristallklares Wasser fließt. Schon nach der ersten Wanderstunde kam die erste größere Wassergrube mit Quellwasser, welches auch so eiskalt war, wie es aussah. Nasse Minuten später ging es Schritt auf Schritt weiter in die Ötschergräben. Neben einer wundervollen Landschaft, Steingeröll und dem ständigem Geplätscher des Flusses als Begleitung kam auch die starke Sonneneinstrahlung dazu. Nach mehreren Stunden Wandern in den Ötschergräben sowie einem Aufenthalt beim „Ötscher-Hias“ wurde dann der letzte Teil begangen. Die letzten 55 Wegmarkierungen wurden nummeriert. Ob zur Motivation oder bloß Betriebsmarkierungen, ist unbekannt, allerdings begannen die fallenden Zahlen etwa ab Nummer 20 zu wirken und die Wanderer mobilisierten die letzten Energiereserven. Wir erreichten den Bahnhof Wienerbruck. Hier sollte die Mariazellerbahn auf uns warten, doch der Bahnhof blieb 45 Minuten lang leer. 17:17
Uhr: Eine der bekanntesten Schmalspurbahnen Österreichs
rollte in den Bahnhof Wienerbruck um uns abzuholen. Es wurde
ein ganzer Waggon nur für uns reserviert, doch wie immer
befanden sich auch hier bereits Fahrgäste im Inneren, so
herrschte akute Platznot, welche sich während der Fahrt
doch gelegt hat. Ein Aufenthalt in Laubenbachmühle ließ uns
den Anschlusszug in St. Pölten verpassen, doch wir erwischten
noch einen Reisezug aus Bregenz nach Wien. Yi Chen, 5A
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