Zeitzeuge Friedrich Zawrel am borg 3

Friedrich Zawrel, geb. 1929, spricht am Mittwoch, den 4. 3. 2009 mit den SchülerInnen und Schülern der 7. Klassen über sein Leben, über Zivilcourage und Vergangenheitsbewältigung.
Als Kind ist er in die Fänge des unheimlichen Systems der Rassenhygieniker des Dritten Reiches geraten uns hat durch Glück überlebt. 1975 ist Friedrich Zawrel wieder dem früheren NS-Arzt Heinrich Gross gegenüber gesessen und hat in Folge gemeinsam mit Dr. Werner Vogt und einigen Journalisten zur Aufarbeitung der Verbrechen in der einstigen Heil- und Pflegeanstalt „Am Steinhof“ beigetragen.
Dort sind zwischen 1940 und 1945 rund 7500 Menschen ermordet worden, darunter viele Kinder und Jugendliche.
Seit Dezember 2008 ist Herr Zawrel Träger des Goldenen Verdienstzeichens der Stadt Wien.
In der Laudatio von Gesundheits- und Sozialstadträtin Sonja Wehsely hieß es dazu:
Sie haben dazu beigetragen, dass die öffentliche Debatte über die gefolterten und ermordeten Kinder vom Spiegelgrund beginnen konnte. Und Sie tragen als nimmermüder Zeitzeuge heute noch dazu bei, dass kein Schlussstrich gezogen wird."

Literaturtipps:

„ In den Fängen des Dr. Gross. Das misshandelte Leben des Friedrich Zawrel“ von Traudl Schmid und Oliver Lehmann, Czernin Verlag.

Weitere Informationen:
http://www.spiegelgrund.at/
http://www.welt.de/print-welt/article177547/Ein_furchtbarer_Psychiater.html?print=yes

Filmtipps:
Elisabeth Scharang „Mein Mörder“, Spielfilm 2005
Elisabeth Scharang „Meine liebe Republik» Dokumentarfilm 2006



 

 

 

 

     
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