alte schmiede und wahlpflichtfach deutsch

Die SchülerInnen des Wahlpflichtfaches Deutsch der 7. Klassen haben den Debütroman "Der lange Gang über die Stationen" von Reinhard Kaiser-Mühlecker gelesen und am Dienstag, den 20. Jänner 2009 den Autor in der Alten Schmiede kennengelernt und ihm Fragen gestellt.












Fragen zu Reinhard Kaiser-Mühlecker Dienstag, 20. 1. 2009 „ Der lange Gang über die Stationen“

borg 3, Landstr. Hauptstr. 70,
Wahlpflichtfach Deutsch – 7A, 7B, 7C, 7D
Pulcheria Eder & Anna Koch-Handschuh

Zu den Figuren:
Alina: Wie sympathisch ist Ihnen der Ich-Erzähler?

Christina: Welche Funktion hat der Knecht?
Weshalb haben Sie diese Rolle eingebaut?
Gwendolin: Ist der Knecht das klügere andere Ich von Theodor?
„ Pass auf das du dich nicht im Kopf verrennst“

Christina: Warum werden nur bestimmte Personen mit Namen genannt?
Warum bleibt z. B. die Frau namenlos?

Julia: Können Sie sich auf gewisse Art und Weise mit dem Protagonisten identifizieren?

Gibt es reale Vorbilder für Ihre Figuren?
Andreas: Gab es bei Ihren Vorfahren z.B. ähnliche Geschichten?

Hatten Sie die Eigenschaften der Hauptfigur schon im Kopf genau geplant – oder haben sie sich erst während des Schreibens entwickelt?

Zur Sprache:
Wie haben Sie ihren Sprachstil, der manchmal etwas altertümlich wirkt, entwickelt?

Niki: Sie beschreiben mit liebevoller Genauigkeit, auch alltägliche Tätigkeiten, z. B. das Auswringen eines Lappens. Für uns junge LeserInnen entsteht dadurch ganz leicht Langeweile. In einem Interview sagen Sie, dass Sie diese gerne in Kauf nehmen. Warum?

Güllü: Mir ist aufgefallen, Sie verwenden oft Doppelpunkte. Geschieht das mit Absicht?
Gwendolin: Sie beschreiben sehr genau, ist Ihnen das schwer gefallen oder liegt Ihnen das genaue Beobachten? Ist das ein Gegenpol zum Nicht-Erzählen-Können des Protagonisten?

Andreas: Warum ist es Ihnen wichtig auf jede Kleinigkeit einzugehen?

Lukas: Warum schreiben Sie „F.kogel, T.stein und K.stein“? Meinten Sie damit Feuerkogel, Traunstein etc.?

Zum Phänomen Zeit:
Alina: Zeit und Langsamkeit scheint Sie zu interessieren.
Hat es Ihrer Meinung nach in den 50er Jahren – in bestimmten Regionen Österreichs, z. B. in Oberösterreich - noch Langsamkeit gegeben?

Zum Negativen:
Lukas:
Thomas Bernhard bezeichnen Sie in einem Interview als „grob und negativ.“ Sie sagen,man müsse schon auch das Positive sehen. Wo sehen sie z. B. am Plot Ihres Romans das Positive?

Zum Inhalt:
Warum haben Sie gerade diesen Stoff für Ihren ersten Roman gewählt?

Warum reden die Protagonisten kaum miteinander?

Wieso will Theodors Frau keine Kinder?

Andreas: Gab es in Ihren früheren literarischen Arbeiten so gegensätzliche Figuren wie Theodor und seine Frau?

Selin: Ich hab schon meine Ansicht vom Scheitern der Ehe, mich würde aber auch Ihre Sicht interessieren. Was ist der Grund, dass die Eheleute einander verlieren?
Mich hat die Reaktion des Pfarrers auf den Selbstmord des Nachbarn sehr verwundert. Entspricht diese Haltung der Realität in der damaligen Zeit?
Durften Menschen damals auf ihrem Privatgrund begraben werden?

Andreas: Theodor ist sehr neugierig, als er das halbe Jahr unterwegs ist. Er ist einer Veränderung/Modernisierung gegenüber auch nicht abgeneigt. Sind Sie in Ihren Recherchen darauf gestoßen, dass Bauern so unterwegs waren?
Hat es Theodor letztendlich nicht auch Unglück gebracht?

Selin: Nach der Lektüre haben wir diskutiert, ob die Frau in der Stadt ein Verhältnis hatte bzw. schwanger war und abgetrieben hat oder nicht.

Allgemein:
Stammt der Titel von Ihnen oder vom Verlag?
Können Sie mir den Bezug zur Handlung erklären?

Welche Methoden haben Sie für Ihre Recherchen benutzt?

Haben Sie beim Schreiben an Ihre LeserInnen gedacht?
Wenn ja, welche „Botschaft“ wollten Sie weitergeben?

Wer sind Ihre literarischen Vorbilder?

Was sind Ihre weiteren literarischen Projekte?

Wie leicht oder wie schwierig war es für Sie, einen Verlag zu finden?

Tamara: Mir ist aufgefallen, dass Sie mit Wiederholung und Variation arbeiten, z. B.
S. 7 Ganz am Anfang standen einzelne lange mit Eis überzogene Grashalme aus einer harten Schneedecke hervor…
S. 157 „Draußen, wo ich endlich mit schwerer werdenden Schuhen stapfte, schauten die mit Eis überzogenen Spitzen der jungen Getreidehalme aus einer harten Schneedecke hervor.

 

 

 

 

     
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