Zeitzeuge Fritz Zawrel am borg3

Fritz Zawrel spricht am Mittwoch, den 18. April 2007 um 12 Uhr in der Bibliothek des borg3 mit den SchülerInnen der 8. Klassen über Jugend und Erziehung in der Zeit des Nationalsozialismus.

Auf http://www.kz-gedenkstaette-dachau.de ist zu lesen:

Fritz Zawrel wurde mit 11 Jahren in die Wiener Jugendfürsorgeanstalt Am Spiegelgrund eingewiesen Diese "NS-Pädagogik" entwickelte sich aus bereits bestehenden Institutionen der Jugendfürsorge: zwangsweise Kindesabnahme durch die Jugendämter und Internierung in Erziehungsanstalten. Die wichtigste Wiener Institution war die Anstalt Am Spiegelgrund. Dort wurden nicht nur behinderte Kinder zu experimentellen Zwecken missbraucht, selektiert und getötet. Es gab auch eine Abteilung für so genannte "asoziale" Kinder und Jugendliche. Sie wurden psychiatrisch und psychologisch begutachtet und sollten durch brutale Disziplin gebrochen werden. Ärzte und Pflegepersonal pervertierten die medizinisch-psychiatrische Diagnostik und missbrauchten sie dazu, ihre Schutz-befohlenen zu misshandeln und zu ermorden.

Fritz Zawrel erzählt aber auch die Geschichte des NS-Euthanasiearztes Heinrich Gross, mit dessen Verbrechen sein Leben eng verbunden ist. 1975 trafen beide wieder aufeinander. Die Karriere des Dr. Gross nach 1945 zeigt, was aus den Tätern des Nationalsozialismus geworden ist.

Weitere Informationen auf http://www.spiegelgrund.at/




Literaturtipps:
„In den Fängen des Dr. Gross. Das misshandelte Leben des Friedrich Zawrel“ von Traudl Schmid und Oliver Lehmann, Czernin Verlag.
Filmtipps:
Elisabeth Scharang „Mein Mörder“, Spielfilm 2005
Elisabeth Scharang „Meine liebe Republik» Dokumentarfilm 2006
     
ZEITZEUGE