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Hallo! Grüß Euch und Servus! Heute ist bereits der vierte
Tag und erst jetzt konnten wir uns zu einem Lebenszeichen unsererseits
durchringen. Wie Ihr Euch sicher denken könnt sind wir schon fix
und fertig und dadurch kaum mehr motiviert. Die Lehrer erkannten die
schwierige Situation sofort und trafen eine Gegenmaßnahme. Sie
formten den Satz aller Sätze, der unser Leben ab jetzt verändern
sollte: „Dama wos!“

Exkurs Nr. 1: Geheime Gedanken einer Schülerin, die nicht namentlich
genannt werden möchte (Tipp: Fortgeschrittener Schifahrer)
Oh mein Gott!!! Net scho wieda! Jetzt müss ma scho wieda die schwarze
Pistn foahrn. Was ist dem Professor schon wieder eingefallen! Lange
Schwünge, Kurze Schwünge, Kanten besser einsetzen, in die
Knie gehen, ….zu guter letzt, schneller!!! Nicht so langsam wie
Pensionisten! Nicht so langsam wie Pensionisten????? Schmerzen im Knie,
Krampf im Wadl, Schürfwunde am Schienbein. Nein, Hilfe, starke
Kurve. Ich kann nicht mehr bremsen. Zu spät, Schi verkantet und
über Kreuz, Schnee im Gesicht. Entwirrt. Röbi nicht mehr in
Sicht. Ich bin verloren, aber wie gut dass es den Professor Haiderer
auch noch gibt (als Personal Coach). Endlich ham ma die Stunden um.
Unten angekommen liegen Schüler und Schülerinnen ächzend
nach Flüssigkeit mit schmerzverzerrten Gesichtern im Bus und freuen
sich bereits auf den nächsten Schitag.
Exkurs Nr. 2: Nacktrodeln am Geilstenberg
Auf Platz 1 bei den besten Ideen des Schikurses steht das Nachtrodeln.
7 km pures Eis hält kein Schuh aus. Obwohl verschiedene Taktiken
in der Vorbesprechung im Bus besprochen und auf Video aufgezeichnet
wurden zog man tendenziell die einfache Nicht-Brems-Lenk-Taktik vor.
Diese hatte 2 Vorteile: Wir waren alle schneller unten wie oben und
wir waren alle so froh, dass wir überlebt hatten, dass wir das
rodeln sogar toll fanden.
Exkurs Nr. 3: Der Grimming, ein eindrucksvoller, wunderschöner
Berg mit vielen Gesichtern
Feitzi und Röbi. Feitzi: „Jö schau, der Grimming! Jetzt
ist der schon wieder in so einem schönen Licht!“ Röbi:
„Mei der Grimming, in Abendstimmung, in hellem Sonnenlicht, ….zum
100. Mal der Grimming.“
Nun stehen wir also da nach vier Tagen Schifahren: immer das Selbe,
immer rauf und runter, doch jedes Mal schmerzvoller. Man weiß
gar nicht ob der Muskelkater, der Beinkrampf oder die Schürfwunde
am Schienbein am schmerzvollsten ist. Nun stehen wir da nach vier Tagen
und das letzte was wir höhren wollen ist: Dama wos!!!!!
Unbeantwortete Fragen des bisherigen Schikurses:
Ist nun nach der Überraschungsparty für unser heutiges Geburtstagskind
Jayanta die Klassengemeinschaft der 6C völlig zerstört und
wenn ja wieso nicht schon früher?
Werden wir nun täglich über die geografischen Einzelheiten
der Ennstaler Berge aufgeklärt, obwohl wir nicht einmal mehr links
von rechts unterscheiden können?
Und die wichtigste Frage von allen werden wir den morgigen Tag mit seinen
127 „Dama wos“ überstehen??
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