| bock
im borg |
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| donnerstag,
12. feb 2004, 13-14.30, bibliothek |
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Frau
Ute Bock* und Alexandra Petz, eine
Sprecherin von SOS-Mitmensch, besuchen das borg III.
Sie bedanken sich bei den SchülerInnen für die engagierte
Unterstützung der vorweihnachtlichen Spenden-Sammelaktion
(über 1.600 Euro konnten ihnen damals für die Anmietung
einer Wohnung für jugendlichen AsylwerberInnen übergeben
werden). |
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- der Auftrag der
Ute Bock, Biographisches
- Asylpolitik in Österreich – erklärt anhand vieler
Einzelschicksale
*
1942 in Linz geboren, wurde sie 1976 Leiterin des Gesellenheims in
Wien 10., Zohmanngasse. Seit Anfang der Neunzigerjahre schickte das
Jugendamt ausländische Jugendliche zu Ute Bock. Waren es zunächst
Kinder aus Gastarbeiterfamilien, so kamen später auch unbegleitete
minderjährige Flüchtlinge aus Kriegsgebieten, die in Österreich
um Asyl ansuchten, in die Zohmanngasse. Ute Bock war viele Jahre hindurch
die letzte Adresse für Jugendliche, die niemand wollte. Wussten
Sozialarbeiter oder Flüchtlingsbetreuer nicht weiter, schickten
sie die Jugendlichen "zur Bock", weil in der Zohmanngasse
kein Jugendlicher - egal woher er stammte - abgewiesen wurde.
Im September 1999 wurden bei einer Razzia in ihrem Heim mehr als 30
afrikanische Jugendliche und junge Erwachsene wegen des Verdachts
auf Drogenhandel festgenommen. Ute Bock wurde wegen Bandenbildung
und Drogenhandels angezeigt und kurzfristig vom Dienst suspendiert.
Die Anklage gegen Ute Bock wurde fallengelassen, die Suspendierung
aufgehoben, aber die Gemeinde Wien verbot Ute Bock, afrikanische Asylwerber
weiterhin in ihrem Heim unterzubringen.
Weil Ute Bock es nicht übers Herz brachte, die jungen Menschen
auf die Strasse zu setzen, organisierte sie private Wohngemeinschaften,
die sie selbst finanzierte und in ihrer Freizeit betreute. Für
ihr soziales Engagement wurde sie bereits mehrfach ausgezeichnet.
Im Dezember 2000 erhielt sie den UNHCR-Flüchtlingspreis, 2002
den Bruno Kreisky-Preis für Menschenrechte und im April 2003
wurde ihr der Dr. Karl Renner-Preis verliehen. Von SOS Mitmensch wurde
im Jahr 2000 der Ute Bock-Preis für Zivilcourage |