SCHIKURS der 5bc/Maria Pfarr


Liebes Online-Schikurs-Tagebuch.


Leider geht der Schikurs langsam zu Ende und deswegen schreib ich dir heute das letzte Mal! (Schniiiiiiief! Heul! Plärrrrrrrrrrr!!!!). Der heutige Tag war um vieles besser als die Tage davor, obwohl noch immer einige krank waren.
Doch heute hatte das Wetter Mitleid mit uns und schenkte uns am Nachmittag ein paar sonnige Stunden. Das Abschlussabendessen war ein nicht ganz durchgebratener Rindsbraten.
Das Programm des letzten Tages fiel heute aus, doch statt dessen gab es eine rührende Dankesrede an die SchülerInnen und ProfessorInnen von Prof. Haiderer. Anschließend gab es die besten Bilder des Schikurses in einer Diashow und das offizielle Schikurslied wurde vorgestellt. Wer dann noch Lust hatte, konnte sich in der Disco austoben.
So, das war der letzte Tag und der Schikurs ist auch schon wieder vorbei. Morgen werden wir noch einmal bis Mittag die Pisten in Obertauern stürmen, dann geht es wieder zurück nach Wien und der graue Alltag beginnt wieder.
Trotz der Traurigkeit stellen sich auch am letzten Tag wieder einige Fragen:
Werden Annika, Geli und Kathi, die Interpretinnen des Schikurssongs, einmal große Stars?
Sind Lehrer Spanner oder fotografieren sie einfach nur gerne?
Wieso possieren vier junge Burschen halbnackt für die Schulkamera?
Warum schenkt Thierry dem Heimleiter die Blumen und seine Frau geht leer aus?
Auch diesmal gibt es keine Antwort auf die Fragen, also warte besser gar nicht
bis morgen
sondern vielleicht bis nächstes Jahr.
© 2004 Theresa WAGNER, Markus WILHELM

WIR DANKEN
Unseren Eltern, dass sie unsere schöne Woche ermöglicht und finanziert haben
Unseren geliebten LehrerInneN für die inhaltliche, redaktionelle, orthografische, stilistische, layautistische, psychologische, sexualpädagogische….Betreuung aller Beiträge und Redaktionssitzungen.
Unserem Herrn Direktor, HR H. Stepanek für die Übermittlung des Dekrets „Dank und Anerkennung“ und die rührenden Worte anlässlich deren Verleihung.
Unserem Chauffeur Vlado für die Netzwerkbetreuung.
Osama Bin Laden für die Terrorpause anlässlich unseres Schikurses.
Unseren deutschen HeimmitbewohnerInnen aus Altötting für unkomplizierte zur Verfügungstellung lebensnotwendigen Werkzeugs.
Dem Pfarrer von Mariapfarr für das großzügige und dennoch ungenützte Beichtangebot.
Dem Fanning-Seitlinger Heimatmuseum wofür auch immer.
Der Straßenmeisterei Mauterndorf-Tweng-Tamsweg für die regelmäßige Anordnung der Schneestecken.
Und allen, die uns kennen, dafür dass sie uns kennen,
danke, danke, danke,…

13.Februar 2004


Liebes Online-Schikurs-Tagebuch!


Folgende sms wurden vom kursgeheimdienst abgefangen:


Letzte Nacht, 3.30 Uhr:
sehr geehrter herr röblreiter, lucky strike sind eklig das sind lungenbluter. marlboro light sind 100000000mal besser, liebe grüße steff ;-)


sehr verehrtes frl. steff!
Nicht die Lunge blutet, es blutet mein herz !!!


Mein lieber Professor,
Die Herzgeschichte interessiert mich. Mag zwar keine lucky strike, aber vielleicht sind sie ein lucky strike für mich?


Liebe steff!
Verwechselst Du das nicht etwa mit einem lucky loser?


Herr Professor!!!
Versteh das jetzt nicht. Dachte ihr Herz ist gebrochen, wenn es blutet. War grad drauf und dran es selbst zu „losen“. Tschüss, geh jetzt selber eine rauchen.

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Die selbe Nacht, etwas später:
Hallo Frau Professor Feitzinger,
Die Gummibärchen sind alle. Aber es war trotzdem gut.


Liebe Annika,
Was soll das? Dusche nur fertig, bevor ich dir ausführlich antworte.


Naja, Frau Professor, der Zeiger liegt grad in der Kurve und wo liegen sie?


Sorry Annika, hab nur einen Digitalwecker, hilft dir das weiter?


Weiß nicht, Feitzi, es ist sowieso zu dunkel für Gummibärli.

Mein Gott, Annikachen, aus dir soll jemand klug werden?
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Liebes Tagebuch,
Wenn das nicht beweist, dass dieser Schikurs einzigartig, abartig, affenartig oder sonst irgendwas nur nicht artig ist, dann weiß auch ich nicht mehr weiter.
Nur zur Illustration: Hast Du schon von einem Schikurs mit eigenem Quarantänezimmer gehört?
Oder:
Das Highlight des Tages, Prof. Röblreiter machte in einem entzückenden Papierkleid Werbung für das „Große-Autobus-Saubersitz-Gewinnspiel“, bei dem nur der fünfte Anrufer gewinnt. Und Claudia N. war die glückliche Gewinnerin.

Oder:
Zahlreiche gefrorene Nasenspitzen. Nur Eskimoküsse können helfen.
Oder:
Weißt Du eigentlich was sich unsere Lehrer alles antun, damit es uns am Schikurs gut geht? Sie retten kollabierende Schülerinnen aus dem undurchdringlichen Schneegestöber, umsorgen stundenlang die Kranken, flirten zur besseren Schülerversorgung mit diversen Spitalsbediensteten…und das obwohl wir sie ständig auf die Schaufel nehmen.
Wie soll man das nun alles deuten?
Wird aus Steff und Röbi mehr oder endet es bevor es noch begonnen hat?
Duscht Feitzi mit Gummibärlis, wenn ja mit welchen (Goldbärli?), oder leistet sie verschlüsselten Aufklärungsunterricht?
Welchen Preis wird Claudia wählen? Den € 5,- Gutschein im Carinth oder das Campingwochenende mit Prof. Schnuderl im Rinterzelt?
Kann sich das Virus weiterverbreiten oder genügt ein stinkendes Krankenzimmer? Hält das Schlechtwetter oder die Grippewelle länger an?
Schön langsam sind wir ja gewöhnt, auf unsere Fragen keine Antworten zu finden. Aber trotzdem warten wir darauf
bis morgen
© Theresa W., Markus W., Steff F., Annika P.

Ob es diesmal Antworten geben wird, darauf warten wir
bis morgen

© 2004 Theresa W., Markus W., Tomas A

12.Februar 2004


Liebes Online-Schikurs-Tagebuch !


Wenn du denkst, dass der gestrige Tag schlimm war, dann mach dich bereit auf den heutigen Tag.

gestern
heute
Der dritte Tag unseres Skikurses war der bisher furchtbarste. Das Frühstück war wieder einmal vorzüglich und als die Lunchpakete zusammengemixt waren, zogen wir Richtung Obertauern. Die Blicke aus dem Busfenster ließen uns Schlimmes befürchten. Und als wir unsere Füße auf den Boden des schönen Obertauerns setzten, wurden unsere Befürchtungen Realität. Eisig kalter Wind, starker Schneefall und dichter Nebel. Das Unvermeidliche ließ sich nicht länger umgehen und wir mussten auf die Piste in den Schneesturm. Die Graupelkörner schlugen auf uns ein wie Glassplitter. Nach der ersten harten Stunde retteten wir uns zur Mittagspause in den Bus. Alle Schüler hatten genug von der Kälte, doch Prof. Röblreiter & Co. konnten einfach nicht genug bekommen und so ging es noch einmal zurück in das wüste Schneegestöber. Um ca.14:30 hatten unsere lieben Professoren dann auch genug von der Kälte abbekommen und wir wurden von unseren Qualen erlöst. Für einige endete es mit Tränen und es kam, was kommen musste, die Grippe brach aus. Zu Hause erwärmten sich die meisten mit einer warmen Dusche. Da wir so tapfer die Höllenqualen dieses Tages überstanden hatten, gab es ein großes Lob von unserem Herrn Direktor und das Abendessen gab es schon um halb sechs (wie toll!!!). Müsste man Schulnoten für dieses Abendessen vergeben, bekäme es eine 6. Obwohl wir keine Experten in Sachen Schweinefleisch sind, hätten wir es besser machen können. Auch das vegetarische Essen war nicht das beste. Später gab es wieder das alltägliche Abendprogramm: Schwimmen, Gitarren- Session, Malen und Skikurs-Online–Tagebuch.

Aber damit endet der Tag nicht, wie immer bleiben viele Fragen offen:

1. Warum wollten die Lehrer uns leiden sehen?
2. Warum kauften unsere Professoren zwei Kisten Bier?
3. Wollten sie eine Party schmeißen, obwohl striktes Alkoholverbot im Haus herrscht?
4. Wieso wünschte sich Prof. Röblreiter, dass alle Mädchen im Bikini zum Abendessen erscheinen?
5. Sind Verenas Haarbehandlungen wirklich zu empfehlen?

Ob es diesmal Antworten geben wird, darauf warten wir
bis morgen

© 2004 Theresa W., Markus W., Tomas A.

11.Februar 2004


Liebes Online-Schikurs-Tagebuch!


Nachdem wir mühsam aus dem Bett gekrochen sind und uns in den Speisesaal geschleppt haben, durften wir zum ersten Mal das köstliche Frühstück genießen.

Gestärkt ging es dann mit dem Bus Richtung Obertauern. Zum Glück gab es diesmal bei der Busfahrt keine bösen Überraschungen. Der Bus hatte ja auch Ketten angelegt, obwohl gar keine Kettenpflicht bestand.
Als wir bei eiskaltem Wind aber strahlender Sonne Snowboards und Schi angeschnallt hatten, ging es ab auf die Piste. Die eine machten mit ihren ersten Schwüngen das Tal unsicher, die anderen stürzten sich waghalsig die schwierigeren Pisten hinunter. Der eisige Wind konnte uns den Spaß nicht verderben. Doch die Freude wechselte schnell in Schmerzen nach den ersten mehr oder weniger anstrengenden Stunden.

Durch unsere Lunchpakete frisch gestärkt ging es wieder zurück an die Arbeit. Die Zeit flog –wie wir – nur so dahin und schließlich mussten wir schweren Herzens Obertauern verlassen. Der erste Tag am Schnee forderte – wider Erwarten – keine Schwerverletzten und Toten, hoffen wir, dass das so bleibt.

Auf der Rückfahrt tätigten wir unsere Großeinkäufe beim „BILligen LAden“. Schließlich erreichten wir unser geliebtes Heim. Frisch geduscht und aufgestylt ging es wieder in den Speisesaal für das Abendessen. Arme Hühner mussten dafür sterben. Nein, kleiner Spaß, sie stammten alle aus Legebatterien und waren glücklich, dass ihr trostloses Leben zu Ende war.
Nach einer relaxten Stunde begann unser alltägliches Abendprogramm mit hochinteressanten Aktivitäten:

  • Schneefußball für die harten SportlerInnen
  • Kino für die, die es gemütlicher angehen
  • Tanz für die, die den Rhythmus im Blut haben
  • Filmprojekt für unsere zukünftigen Moviestars
  • Und zu guter letzt dich, mein Schikurstagebuch, mit jungen hochtalentierten Redakteuren.

Wir sitzen jetzt also da und grübeln nach Skandalen. Wieder bleiben dabei viele Fragen offen:
Warum fährt Prof. Haiderer nach Bandscheibenvorfall Schi? Könnte er ein Masochist sein? Warum tat allen SchülerInnen etwas weh? Könnte es an den Lehrern liegen? Sind sie etwa doch eher Sadisten? Und warum dachte Frau Prof. Feitzinger an Strip-Poker, als Prof. Haiderer pantomimisch bei „Activity“ darstellte?
Viele Fragen und wieder keine Antworten zumindest
Bis morgen
© 2004 Theresa W., Veronika G., Igor I.

10.Februar 2004


Liebes Schikurs-Online-Tagebuch!


Wenn ich jemandem von der Abfahrt erzählen würde, heißt das wahrscheinlich „das kennt ihr ja eh schon!“, aber wer`s genauer wissen will: Treffpunkt um 9.00… Koffer rein….winke,winke…“Wo is mein Snowboard? Ah, eh schon im Bus“…Plätze besetzen ….und ab geht`s.

Allerdings fragten sich die SchülerInnen der 5B und 5C nach einigen Stunden, wann diese inzwischen langweilig gewordene Fahrt endlich zu Ende sei. Nach einer „unspektakulären“ Klopause – 30 Mädchen, ein Klo, kein Klopapier, was blieb da letzten Endes noch übrig: das Männerklo, WÄHH!!!! – und weiteren mühsamen Stunden im Bus, endlich die richtige Mittagspause: Die Lehrer im Gasthaus, wir beim SPAR. Wir hielten uns ca. 40 Minuten auf. Es wären exakt 35 Minuten gewesen, hätten sich nicht gewisse Lehrer (die wir hier nicht namentlich nennen wollen – Grund: ehschonwissen) verspätet.
Und schon passierte das nächste Unglück: 100 m vorm Haus Carinth, sanfte Steigung, schneeglatte Fahrbahn, was dann folgte, kann sich wohl jeder selber ausmalen: ja, richtig, wir rutschten, aber nur ein Stück, jedenfalls krachte unser Anhänger mitten in einen Holzzaun.

Die allgemeine Panik war nun ausgebrochen. Die Lehrer und der Busfahrer meinten, sie bekämen das ganze auf die Reihe. Was von vornherein klar war, trat dann auch ein: man öffnete die Türen, soweit sie sich öffnen ließen. Durch diesen Spalt zwängten wir von Panik gepackten borg3-SchülerInnen uns. Der Wind blies einen Willkommensgruß. Wie eine Schafherde wurden wir durch den bauchhohen Tiefschnee getrieben und gelangten über diese Umwege in unsere gemütlichen Zimmer. Freundliche heimische Bauersleute unterbrachen ihr Tagwerk und machten mit bloßen Händen und ihren zwei Traktoren auch den Bus wieder flott. Nur der niedergefahrene Zaun blieb als stummer Zeuge regungslos im Schnee zurück.
Das Abendessen bestand aus einer Pseudo-China-Pfanne und einem Joghurt mit nicht erkennbarem Obst, aber dafür mit Salatbar und damit gut versorgt. Danach hießen uns die Gastgeber mit einem Glas Mangosaft willkommen.
Als Abendgestaltung standen Malen, Klettern an der Boulderwand, Nachtspaziergang, Filmdrehen und zu guter Letzt du, liebes Online-Tagebuch, zur Auswahl.
Wenn man so zurück blickt auf unseren ersten Tag, dann bleibt ein Haufen Fragen: Warum hatten wir so viel Verspätung? Lag es am Fahrer? Hätte unser Unfall vielleicht auch tödlich ausgehen können und wer bezahlt den niedergefahrenen Zaun?
Viele Fragen, keine Antworten, zumindest
bis Morgen,

9.Februar 2004









     
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